Disziplin

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Disziplin lernen: 10 Schritte zu mehr Selbstdisziplin

Warum Selbstdisziplin gut tut

Disziplin bzw. Selbstdisziplin ist im Grunde das regelmäßige erledigen von Dingen/Abläufen. Sicherlich kann man auch das tägliche Schokoladen naschen als „regelmäßig“ ansehen, also müssen wir unsere Eingangsbetrachtung erweitern, so dass man sagen kann:

Disziplin_TugendDisziplin bzw. Selbstdisziplin ist im Grunde das regelmäßige erledigen von Dingen/Abläufen die meine Gesundheit fördern oder mich zu einem gewissen Ziel bringen, dass ich mir gesetzt habe und es wird mir mehr Lebensfreude bringen. Sie wird mich äußere Manipulation erkennen lassen, so dass diese keinen Einfluss auf mein Leben hat.

Um meine Disziplin zu trainieren, muss ich mir also zunächst ein Ziel setzen, dass ich erreichen möchte, dann benötige ich zu Beginn Willensstärke, mein gesetztes Ziel auch wirklich zu erreichen.

Ziele, werden zu Standards in Ihrem Leben und wenn es klar durchdachte, gute Ziele waren, werden Sie so Stück für Stück zu einem gesunden, besseren, tugendhafteren Menschen. Ziele setzen und erreichen, mit der richtigen Disziplin, kein Problem.

Disziplin: Nicht einfach, aber so verdammt wichtig!

Gerade weil es für die meisten Menschen eine Art Kampf ist, sich zu disziplinieren, um Handlungen immer und immer wieder zu machen, die sie ihrem Ziel näherbringen, kann man versuchen seine Sichtweise auf die Disziplin zu ändern.

Eine Handlung diszipliniert auszuführen, heißt, dass man diese Handlung jeden Tag macht, es ist genauso wie beim Waschen oder Zähneputzen. Das macht man ja auch nicht nur einmal und dann ist gut. Aber nun überlegen Sie mal, man kann daraus die Überlegung machen, dass man das „jeden Tag machen darf“.

  • Ich darf jeden Tag 20 Minuten meditieren
  • ich kann mir ohne Einschränkung Wissen über ein Thema aneignen
  • Ich lebe in Freiheit

Wie viel Prozent der Menschen geht es genauso? Wie viele Menschen auf der Welt können das machen was Ihnen offen steht?

Selbstdisziplin und Willenskraft – beschwerliche Tugend

Sie brauchen ein starkes „hin-zu“ oder ein starkes „weg-von“. Soll heißen, Sie brauchen ein starkes Verlangen bzw. einen unumstößlichen Wunsch, das würde ich mit einem „hin-zu“ benennen wollen, also etwas wo Sie unbedingt hinmöchten.

Und ein „weg-von“ ist eine Situation der Sie unbedingt entkommen möchten, wovor sie regelrecht (Verlust)Angst, Bedenken oder Unwohlsein haben. Von der sie also weg möchten.

Aber nichts fliegt Ihnen zu. Die bisherigen Gewohnheiten sind in der Regel ziemlich stark. Nur wenn einer dieser beiden Zustände stark genug ist, werden Sie aus Ihrem „weg-von“ oder „hin-zu“ wirklich eine eigene neue Gewohnheit und somit eine Tugend für sich machen.

Disziplin ist für den Erfolg wichtiger als Motivation

Disziplin_MotivationMotivation ist das pushen seiner Selbst für einen kurzen Augenblick. Man kann somit kurzfristige Erfolge erreichen, aber kurzfristige Erfolge sind nicht dasselbe, wie langfristige Erfolge. Wenn man also etwas wirklich Großes aufbauen, also erfolgreich sein möchte, wie ein schwer zu erreichendes Ziel, z.B. ein Unternehmen, benötigt man Strategien für langfristigen Erfolg und Motivation alleine bringt in diesem Moment überhaupt nichts.

Verstehen Sie mich nicht falsch, extrinsische Motivation ist für den Sportler, wenn er in den Wettkampf geht schon wichtig, aber nach dem Spiel, nach dem Wettkampf wird die Motivation wieder heruntergefahren, aber die Selbstdisziplin um jeden Tag an sich zu trainieren, bringt den Sportler überhaupt erst in die Position eine Chance in diesem Wettkampf zu haben.

Trainiere Dich langfristig zu denken

Die wahrscheinlich beste Möglichkeit sich Selbstdisziplin anzueignen, ist vom kurzfristigen denken in ein langfristiges Denken umzuschwenken. Klar wäre es schön, morgen 10 Kilo weniger zu wiegen, aber ich denke wir sind uns bewusst, dass das wohl kaum möglich ist.

Also denkt man in langfristigen Zeiträumen: „… nächstes Jahr im Sommer möchte ich Idealgewicht haben, um im Schwimmbad oben ohne laufen zu können, ohne mich zu schämen!“

Sei dir darüber im Klaren, dass jedes Tun von Dir eine Auswirkung, klare Konsequenzen hat (ein physikalisches Gesetz lautet: Aktion = Reaktion).

langfristig denken

Jede Handlung die ein kurzfristig negatives Gefühl beschert, sind meistens in der mittel- und langfristigen Handlung als positiv zu vernehmen. Bleiben wir beim Beispiel abnehmen: Wenn man also die Schokolade, mit Weizen beladene Lebensmittel weglässt und täglich zum Training geht, ist das kurzfristig eine echte Qual. Der Süßigkeiten-Appetit wird nicht gestillt, eine Weizenfreie Nahrung ist echt schwierig (besonders am Anfang) und der Muskelkater vom Training zieht einen zusätzlich runter, aber mittel bis langfristig gesehen, wird man nicht nur dünner, sondern vor allem fitter und gesünder!

Wenn man aber dem kurzfristigen Drang erliegt ein Stück Schokolade zu essen, weil das doch so lecker ist, liegt ein kurzfristiges, positives Gefühl vor, wenn man diesem Drang aber immer wieder erliegt, dann wird sich das meistens mittel- bis langfristig schlecht auf Deine Gesundheit und Fitness auswirken (siehe Tabelle).

Richten Sie also Ihre täglichen Handlungen, an Ihren langfristigen Zielen aus!

Disziplin vs. Talent

Ein Zitat, das definitiv für Disziplin und gegen Talent spricht:

„Sei bereit, das zu tun, was andere nicht tun und das auf regelmäßiger Basis – und der Erfolg ist unvermeidbar, egal wie clever oder talentiert man ist!“

Lassen Sie diesen Satz auf sich wirken, er hat eine ganz besondere Kraft.

Selbstdisziplin: So bekommt man sie!

Werden Sie sich zunächst einmal darüber bewusst, dass ca. 90% der Dinge die Sie Tag ein, Tag aus tun, Gewohnheiten sind, die sich im Laufe der Zeit bei Ihnen etabliert haben. Betrachten Sie dazu doch einfach mal Ihren Tagesablauf. Nach dem Aufstehen, geht die übliche Morgenroutine los. Frühstücken, Zähneputzen, waschen oder duschen, anziehen und dass alles fast noch im Halbschlaf. Klar, Sie müssen nicht drüber nachdenken. Dann mit dem Auto oder der Bahn zur Arbeit. Auch hier ist kein Nachdenken nötig. Das setzt sich dann häufig mit Arbeitsprozessen, anschließend dem Heimweg, bei der Zubereitung von Essen, dem täglichen Schokoladenriegel (oder der Tafel) usw. fort.

Entwickeln Sie Bewusstsein über Ihre tagtäglichen Gewohnheiten.

Eine Gewohnheit, können die wenigsten Menschen einfach so von heute auf morgen abstellen. Das ist in der menschlichen Psyche nicht vorgesehen. Darum scheitern die meisten Menschen, wenn Sie sich zwei oder mehr Dinge auf einmal vornehmen, die sie in Ihrem Leben ändern möchten. Das können sie nicht durchhalten und darum fallen sie in ihr altes Muster zurück.

Der wichtigste Punkt!

Der wichtigste Punkt, damit man disziplinierter wird, ist, sich nicht zu viele gute Vorsätze bzw. Ziele gleichzeitig zu setzen. Fangen Sie (wirklich nur) mit einem Ziel an und überlegen sich nun, mit welchen einfachen Mini-Schritten man sich diesem Ziel nähern kann. 10 Tipps dazu sind weiter unten aufgeführt. Halten Sie nun diese Mini-Schritte für mindestens 21 Tage ein. Dann gehen diese Mini-Schritte in Ihrem Kopf in eine „akzeptierte“ Gewohnheit über.

Machen Sie diese einfachen Schritte jeden Tag!

Komme was da wolle! Und wenn es Ihnen nachts um 10 einfällt, dass Sie ihre neuen Schritte noch nicht gemacht haben, dann stehen Sie auf und machen Sie sie. Diese eine neue Gewohnheit muss ins Unterbewusstsein.

Ein Beispiel: Ernährung

Nehmen wir an, wir wollen uns gesünder ernähren und unsere Ernährung umstellen. Wie fängt man an? Zunächst einmal muss man sich darüber im Klaren sein, dass man z.B. die Zufuhr von weißem Industriezucker reduzieren muss.

Was kann man also machen? Nehmen Sie sich vor, einen Apfel am Tag zu essen und dafür z.B. die Schokolade wegzulassen oder zumindest stark zu reduzieren. Das wäre ein erster Schritt. Halten Sie das nun für 21 Tage durch, dann ist es schon einfach und nach insgesamt 90 Tagen ist aus dem Wechsel, Apfel für Schokolade, eine Tugend, eine Gewohnheit geworden, die jetzt nicht mehr so einfach abgestellt werden kann bzw. abgestellt werden möchte.

Dann folgt Schritt 2. Statt Brause, Säfte oder Kaffee stellen Sie die Hälfte aller Getränke am Tag auf Wasser um und wiederhole das jeden Tag. Immer und immer wieder!

„Beherrsche deinen Geist oder er wird dich beherrschen.“
(Buddha)

Disziplin lernen: Mit kleinen Schritten anfangen

Disziplin ist wie ein Muskel. Man kann seine eigene Disziplin auch wie einen Muskel in Perfektionismus trainieren. Aber denke dran, genauso, wie sich der Muskel nicht über Nacht aufbaut, ist es auch mit Deiner Disziplin.

kleine SchritteWenn man darüber nachdenkt, wie ein Muskel aufgebaut wird, dann kommt man unwillkürlich darauf, dass man ihn regelmäßig trainieren muss, heißt also immer wieder einer Anstrengung zu unterziehen und dann immer wieder mit Entspannungseinheiten Erholungsphasen einbauen. Und das macht man nicht einmal, nicht zweimal oder ab und zu mal, sondern am besten regelmäßig jeden (oder bei sportlichen Vorhaben jeden zweiten) Tag. Immer und immer wieder.

Das heißt also, mit einer standardisierten, regelmäßigen Wiederholung, kann man einen Muskel und auch seine eigene Disziplin zum wachsen bringen. Man kann also sagen man erschafft eine Gewohnheit.

„Erfolg ist nichts weiter als ein paar einfache Übungen, die jeden Tag praktiziert werden.“
Jim Rohn

So kannst du deine Selbstdisziplin trainieren – eine kleine Übung

1) Widerstehe der Impulsbefriedigung

Ein Impuls könnte sein, das Stück Schokolade zu essen, mal eben schnell Social Media oder E-Mails zu checken, die eine Serie im Fernsehen anzusehen usw.!

Genau das ist ein Impuls dem man widerstehen muss. Identifizieren Sie also Ihre Impulse. Beobachten Sie sich ganz genau, und erkennen welche Impulse bei Ihnen am Tag auftreten. Belegen Sie diese Dinge in Ihrem Kopf mit einer Negativität.

2) Suchen Sie den Schmerz

Konfrontieren Sie sich absichtlich mit Schwierigkeiten. Verlassen Sie die schon oft genannte Komfort-Zone. Suchen Sie Widerstände und versuchen Sie diese Widerstände aufzubrechen, die Probleme zu lösen.

3) Mache Sport

Ein altmodischer Tipp, aber das ist so wichtig! Nicht nur für die Gesundheit, auch für den Charakter, denn wenn Sie regelmäßig Sport machen, auch oder gerade wenn Sie keine Lust drauf haben, formt es den Charakter, wenn Sie den inneren Schweinhund überwinden, sich selbst in den Allerwertesten treten und die Übungen machen. Im Anschluss hat man immer ein höheres Energielevel, dass dafür sorgt, dass man in Quintessenz mehr schafft!

4) Organisiert und ordentlich sein

Erfolgreiche Menschen zeigen meist diese beiden Eigenschaften auf. Sie sind organisiert und ordentlich. Ob im Badezimmer, in der Küche, im Auto, dem Schreibtisch oder auf dem Computer Desktop… ist es hier aufgeräumt, sind diese Menschen meist auch im Kopf so aufgestellt. Auch das kann man sich aneignen (trainieren). Und im Gegensatz zu allgemeinen Meinung ist Ordnung zu halten, wenn das Lebensumfeld erst einmal Ordentlich ist viel einfacher, als viele es sich denken.

5) Lerne „Nein“ zu sagen

Sagen Sie entschieden „NEIN“ zu den Dingen die nicht auf Ihr Ziel einzahlen. Egal was Sie machen, Sie werden Schmerz erleiden, entweder den Schmerz der Disziplin oder den Schmerz des Bereuens. Um „Nein“ zu sagen, benötigt es Disziplin. Sagen Sie „Nein“ zu allem, wirklich zu allem, was nicht langfristig auf Ihr Ziel einzahlt. Wenn Sie das nicht tun, sagen Sie im Grunde „Nein“ zu Ihrem Ziel. Sie haben die Wahl zwischen diesen beiden Möglichkeiten.

Der Unterschied, zu dem was du hast und dem was du gerne hättest, nennt sich Disziplin.
Marianne Weit

Der Weg zu mehr Willenskraft

Wie zieht man Dinge wirklich durch und wie bleibst man fokussiert?

mehr WillenskraftEs gibt einen sogenannten geistigen Kraftmuskel, dass ist so ähnlich wie im Fitnessstudio.

Bei einem derzeit schwachen Bizeps, muss man entsprechend oft trainieren, dann wird er immer stärker und immer stärker. So ähnlich ist es auch mit geistiger Kraft. Dinge durchzuziehen muss man trainieren.

Rand der eigenen Komfortzone

Wie bekommt man einen starken Bizeps? Das ganze Training an der Hantel bringt mir nichts, bis zu dem Punkt wo es schmerzt. Bis zu dem Punkt, wo der Muskel anfängt zu versagen und erst die nächsten 2-3 Muskelkontraktionen, also das zusammenziehen der Muskeln bewirkt den Wachstum des Muskels. Das heißt, erst die letzten 3-4 Handlungen sorgen für das Muskelwachstum.

KomfortzoneMan musst daran arbeiten seinen Willensmuskel auf Willen und Fokus Stück für Stück zu stärken. Das macht man, indem man sich selber einfach immer weiter antreibt, bis an den Rand der eigenen Komfortzone und dann stößt man gegen den Rand der Komfortzone. Man will einfach ein Stück weiter. Und das ist ähnlich wie beim Bizepstraining. Die letzten paar Übungen, die machen den unterschied.

Wenn man also das Gefühl hat, die Situation überfordert einen, dann beißen Sie die Zähne zusammen und sagen: „Geil, es überfordert mich, daran kann ich wachsen! Das bringt mich ans Limit. Limit bedeutet Muskelwachstum“ Das ist die richtige Einstellung, das ist wie Bizepstraining.

Und anstatt davor zurückzuweichen sollten die eigenen Segel voll auf Angriff gestellt sein und darauf losgegangen werden.

Disziplin ist die Kunst, bei den Tätigkeiten, die ich für richtig oder wichtig erachte, Spaß und Freude zu empfinden.
Stefan Merath

Feedback-Loops

Wichtig an der ganzen Sache zu Wissen ist, was einen motiviert hält, sind schnelle Feedback-Loops!

Feedback-LoopDeswegen halten sich so viele Menschen in Facebook oder in Youtube auf, wenn sie ein Video veröffentlichen oder ein Post machen, bekommen sie sofort, in Echtzeit, innerhalb von Sekunden Feedback. Wie oft wird das geteilt, wie oft wird das geliked usw.

Das heißt wenn man eine Handlung macht und sofort schnelles Feedback bekommt, das ist unglaublich motivierend! Bei Business oder auch beim Sporttraining sind die Feedback-Loops dummerweise sehr lang. Man denkt es passiert gar nichts, aber tatsächlich tut sich sehr wohl was, man sieht es nur noch nicht. So ähnlich wie die Wurzelbildung bei einem Bambus. Drei Jahre lang bildet er Wurzeln und man sieht nichts, aber dann wächst er auf einmal sehr schnell und schießt förmlich in kürzester Zeit aus dem Boden in die Höhe.

Was möchte ich mit diesem Tipp sagen?

Sehen Sie zu, dass Sie Fortschritte, also Feedback-Loops, sehen! Zerstückeln Sie zum Beispiel große Aktionen und unterteilen sie in lauter 15 Minuten oder 5 Minuten Stückchen, dann sehen Sie nämlich Fortschritte. Sorgen Sie dafür, dass Sie motiviert bleiben, in dem Sie ihre Fortschritte sehen. Achten Sie darauf, dass Sie sich selber gutes Feedback und Fortschritte gönnen, dann bleiben Sie auch motiviert.

„Stärke wächst nicht aus körperlicher Kraft – vielmehr aus unbeugsamen Willen.“
(Mahatma Gandhi)

10 Tipps, wie Sie Disziplin lernen

1) Handeln Sie immer aus dem eigenem Antrieb heraus

Wir haben weiter oben bereits das „hin-zu“ oder „weg-von“-Verlangen besprochen. Werden Sie sich über Ihres wirklich klar. Haben Sie nur eine Idee, von außen (Freunde, Bekannte, Fernsehen) aufgeschnappt, dann wird das Verlangen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht groß genug sein.

2) Prioritäten setzen

Machen Sie gerne eine Ziel- bzw. Wunschliste. Es sollte immer alles schriftlich fixiert sein. Diese Liste kann mit der Zeit wachsen, sie kann aber auch schrumpfen. Aber auf jeden Fall, können und sollten Sie auf dieser Liste Prioritäten zuordnen. Welcher der Wünsche ist mir wirklich am aller wichtigsten? Dieser erhält die höchste Priorität.

3) Einen konkreten Zeitpunkt festsetzen

Wenn man sich vornimmt, eine Aufgabe in diesem Jahr zu erledigen, dann setzt bei den meisten Menschen das Prokrastinieren (Aufschieben) ein. Man schiebt die Aufgabe bis ca. November (oder kurz vor Ultimo) hinaus und erschrickt dann, weil der Endzeitpunkt nun fast zum Greifen nahe ist. Was aber passiert, wenn man sich selber einen kurzen und ganz klaren Zeitrahmen für eine Aufgabe selber setzt?
Z.B.: Ich habe alle Unterlagen zusammen und ich werde die Steuer in zwei Wochen erledigt haben.

4) Große Aufgaben in kleine aufteilen

Die Kraft, um kleine Dinge in Bewegung zu bringen, ist viel geringer, als wenn man etwas großes und schweres Bewegen möchte. Genauso verhält es sich mit der Umsetzbarkeit Ihrer Ziele bzw. Wünsche. Wenn man einen Wunsch oder ein Ziel in z.B. 90 kleinere Teilschritte aufteilt, ist es viel einfacher jeden Tag einen dieser vielen Teilschritte zu erledigen, außerdem „schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe“, weil Sie (1) mit den 90 Teilschritten schon die 90 Tage schaffen, die es benötigt um eine Gewohnheit in Fleisch und Blut übergehen zu lassen – eine Sehr gute Angewohnheit – und (2) sie erreichen gleich ein ganzes von Ihnen gesetztes, anvisiertes Ziel in einem klar definierten Zeitrahmen. Kleine Teilerfolge halten die intrinsische Motivation zur Erreichung des Ziels viel einfacher aufrecht.

5) Immer realistische Ziele setzen

Sich Ziele setzen und erreichen, daran scheitern die meisten. Sie setzen sich zu große Ziele meist in zu kurzer Zeit, merken dann, dass sie es nicht schaffen und anstatt sich zu hinterfragen, geben sie völlig frustriert auf. 10 Kilogramm in einer Woche abnehmen, ist nicht möglich. 1 Kilo pro Woche und das 10 Wochen lang, ist schon realistischer. Wie bereits im Vorherigen Punkt, teilen Sie Ihre Ziele besser in kleine Schritte auf, dann erscheint auch die Gesamtaufgabe nicht mehr so erdrückend.

6) Finden Sie Ihren Rhythmus heraus

Es gibt Frühaufsteher und es gibt Langschläfer. Die Frühaufsteher sind meistens Menschen, die morgens sehr gut aus dem Bett kommen und schon morgens Konzentration und Leistung bringen können. Die Langschläfer hingegen haben eine verschobene Wohlfühlzeit. Morgens ist es ihnen nicht so vergönnt. Diese Menschen können sich viel besser später oder gar abends noch Konzentrieren und Höchstleistungen erbringen. Wie ist Ihr Biorhythmus?

7) Ziele immer visualisieren

Die Vorstellungskraft (oder der Glaube) ist viel stärker als die Willenskraft. Um nun die eigene Vorstellungskraft anzuzapfen, kann man entweder das Ziel, dass man erreichen möchte detailliert aufschreiben (bei den wenigsten Menschen reicht es sich das alles im Kopf auszudenken, schreiben Sie es auf) oder man arbeitet irgendwie mit wirklichen Bildern. Visualisieren Sie Ihr Ziel.

Aber wie man ein Ziel formuliert, ist enorm wichtig. Wenn man sich nur das Ziel setzt, ich muss abnehmen, dann verinnerlicht das Gehirn für immer und ewig „ich muss abnehmen“. Zwischen durch muss man also wieder zunehmen, um dann wieder abnehmen zu können. Das Problem ist, dem Hirn wird das Ziel nicht visualisiert.

„Ich bin schlank“ muss es heißen und wenn Sie sich in einer Meditation, dieses Bild täglich für mindestens 10 Minuten vorstellen können ohne dass Sie sich ablenken lassen, dann haben Sie eine Vorstellungskraft, die Sie an Ihr Ziel bringen wird. Unweigerlich!

8) Suchen Sie sich ein Vorbild

Kinder die z.B. Sport machen, haben von Natur aus eine unübertroffene Methode stetig besser zu werden. Sie haben ein Vorbild und versuchen das, was sie bei diesem Vorbild gesehen haben nachzuahmen. Das heißt sie versuchen ihr großes Idol nach zu machen und lernen unendlich viel dabei. Genau das gleiche ist es mit der Disziplin. Kennen sie jemanden der diszipliniert ist (oder ihnen so erscheint)? Dann nehmen Sie sich diese Person zum Vorbild und adaptieren die Disziplin dieses Vorbilds. Somit werden Sie einen großen Schritt in Ihrer Persönlichkeitsentwicklung machen.

9) Hören Sie nicht den Zweiflern zu

Wer kennt das nicht, man hat eine Idee und ist der Meinung, dass man damit etwas ganz großes erreichen kann. Man ist ganz aufgeregt, motiviert und freudig und erzählt seinem besten Freund(in) oder seinen Verwandten davon und diese ziehen die Augenbrauen hoch und zeigen Skepsis. In dem Moment, in dem man die Reaktion des Freundes oder der Verwandten sieht, kommen Selbstzweifel in einem hoch. Diese Selbstzweifel sind brandgefährlich für Sie! Wenn Sie sich verunsichern lassen, dann ist Ihre Idee schon gestorben, bevor sie angefangen haben. Legen Sie sich ein dickes Fell zu und lassen diese Nörgler einfach an Ihnen abprallen.

10) Belohnung für Teilerfolge

Auch an diesem Punkt möchte ich wieder am Bild eines Kindes verdeutlichen, warum eine „Belohnung“ für einen Teilerfolg so wichtig ist. Wenn ein Kind eine Aufgabe bekommt, sieht es diese Aufgabe selten als Spaß an, aber der Spaßfaktor kommt wieder, wenn es merkt, dass es nach jedem Erfolg eine Überraschung/Belohnung bekommt, dann geht das Kind schon mit der Motivation und der Vorfreude auf die nächste Belohnung an die Aufgabe und genau das machen Sie mit Ihrem Gehirn auch. Sie erzeugen bereits Endorphine auf Grund der Vorfreude auf die Belohnung. Das wird Ihnen das Erledigen der Aufgabe definitiv erleichtern. Was bei einem Kind die Schokolade oder ein kleines Spielzeug sein kann, kann bei Ihnen… sein. Überlegen Sie sich einen eine Belohnung, die realisierbar ist, auf die Sie sich aber wirklich freuen würden, wenn Sie das Ziel erreichen.

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Fragen und Antworten

Wie bekomme ich Selbstdisziplin?

Selbstdisziplin ist ein Verhaltensmuster, jeder kann es erlernen. Besonders gut eignet sich zum Beispiel Sport. Besonders wichtig ist nur, alles in kleinen Schritte zu machen, um den Erfolg immer wieder auch zwischendurch zu sehen.

Ist Selbstdisziplin erlernbar?

Disziplin ist die wichtigste Eigenschaft, die Erfolg und Glück mehr oder minder in sich trägt. Die Disziplin ist viel wichtiger als Intelligenz oder Talent, um Ziele zu erreichen und glücklich werden zu können. Das Beste daran ist, Disziplin kann jeder lernen und praktizieren, während Talent oder Intelligenz angeboren sind.

Was bringt Disziplin?

Disziplin ist DER Treibstoff für Erfolg, schlechthin! Egal was Sie erreichen wollen, es geht nicht ohne Disziplin, ohne gute Gewohnheiten. Das ist wissenschaftlich bewiesen. Studien dazu belegen, dass Disziplin für Ihren Erfolg viel wichtiger ist, als Intelligenz.

Wo benötigt man Disziplin?

Im Grunde genommen in allen Lebenssituationen. Wenn man abends lieber auf der Couch entspannt, als noch zum Sport zu gehen, wird es irgendwann negativ auf Sie zurückkommen. Bei der Disziplin geht es darum, Kontrolle über Ihr eigenes Verhalten auszuüben, Versuchungen zu widerstehen und Hindernisse zu überwinden.

Wie wichtig ist Disziplin?

Um ein mittleres- bis großes Ziel zu erreichen, ist Selbstdisziplin notwendig! Denn disziplinierte Menschen bleiben standhaft, verbeißen sich geradezu in eine Sache, erst recht, wenn sie gerade keine Lust darauf haben. Denn disziplinierte Menschen wissen, wofür sie es tun. Disziplin bestimmt die Willensstärke und Selbstkontrolle über sich selbst. Es wird Ihnen mehr gelingen, was wiederum Ihr Selbstwertgefühl stärken wird.

Was ist eigentlich Disziplin?

Disziplin (von lateinisch disciplina „Lehre, Zucht, Schule“) steht für: Selbstdisziplin, Form der bewussten Selbstregulierung. Gehorsam, Ordnungsregulierung innerhalb eines Befehlsprinzips.

About the Author: Chris Bishoff

In Berlin geboren und aufgewachsen. Das Interesse für Naturheilkunde ist schon sehr früh vorhanden. Hat leichte Skepsis, ob die Ausübenden der Schulmedizin wirklich immer mit dem Leitsatz "Dem Patienten mit allem in Ihrer Macht stehende zu helfen" den Patienten behandeln. Durch die Namensähnlichkeit zu einem bekannten Persönlichkeits-Coach zum Lektorieren und Schreiben gekommen. Nächstes angestrebtes Ziel: Ein Buch über Themen, die auch hier im Blog behandelt werden zu schreiben.